Auf der Dorfaue

Unsere Dorfkirche

Reminiszere von Pfarrer B. Petzold, 2009

Die Dorfkirche zu Groß Schulzendorf

Der Ort wird 1346 erstmals urkundlich als Schultendorf erwähnt. Ob zu diesem Zeitpunkt schon eine Kirche bestand, ist ungewiss. Die Dorfkirche von Groß Schulzendorf hat eine lange wechselvolle Geschichte hinter sich . Im Kern ist die Kirche Mittelalterlich. Sie birgt zwischen Turm und Kirchenschiff eine sehr alte Mauer aus Feldsteinen. Ursprünglich ist sie wohl als kleine, einschiffige Dorfkirche gebaut. 1744 ist dann der Kirchturm angebaut worden.

Der Kirchturm beherbergt drei Stahlgussglocken von 1927. Diese Glocken sind als Ersatz für die im ersten Weltkrieg eingeschmolzenen Bronzeglocken angeschafft worden. Sie besitzen eine sie verbindende Umschrift: „Ehre seit Gott in der Höhe“ (große Glocke) – „und Friede auf Erden“ (mittlere Glocke) – und „den Menschen ein Wohlgefallen“ (kleine Glocke) – 1896 wurde die Kirche durch ein Querschiff erweitert und nach Osten hin verlängert. So entstand eine für unsere Gegend eher ungewöhnliche Kirchenform: Eine Kirche mit Vierung, die als Grundriss ein Kreuz hat.

Der Innenraum wurde der neuen Situation angepasst: eine umlaufende Empore bis in die Querschiffe hinein bot viel Raum für eine große Gemeinde. Darüber hinaus war der gesamte Raum mit Gedenktafeln und Kränzen als Erinnerung an die im Kriege des neunzehnten und später des zwanzigsten Jahrhunderts umgekommenen Menschen geschmückt. In den Jahren 1960 bis 1967 wurde das Kircheninnere abermals vollständig umgebaut. Die Emporen wurden bis auf den hinteren (West-) Teil zurückgebaut. Mittels einer Trennwand aus Holz und Glas entstand ein oberer und ein unterer Emporenraum. Der obere Raum wurde bis 2004 als Gemeinderaum genutzt.

Ab 2004 wird nun der untere Emporenraum für Gemeindeveranstaltungen, Sitzungen und in den Wintermonaten für Gottesdienste genutzt. Der obere Emporenraum  ist nun wieder dem Kirchenraum zugeordnet und beherbergt eine Jehmlich-Orgel aus Dresden von 1948. Kanzel und Altarkreuz sind schlicht gestaltet. Das wichtigste Schmuckelement sind die Kirchenfenster. Das linke stellt die Speisung der Fünftausend, auch das Brotwunder genannt, aus dem Lukasevangelium 9, 12-14 dar. Das rechte Fenster zeigt die Hochzeit von Kana, auch das Weinwunder genannt, aus dem Johannesevangelium 2,1-11. Das Rundfenster über beiden Fenstern bildet den krönenden Abschluss und stellt Christus als das auferstandene Osterlamm dar. (Joh. 1, 29).

Im Jahre 2007 ist der Turm vollständig saniert worden und eine Turmuhr ziert seine Laterne.

3.So. nach Trinitatis 2008
Pfarrer  B. Petzold

Unsere Kirche steht zwischen zwei Straßen auf denen das Leben schnell dahin fließt. Sie steht sichtbar mitten im Dorf. Sie ist eine feste Burg in unserer Zeit.

Die Gemeinschaft der Menschen in der Kirche ist das Herz unserer Kirchgemeinde. Lachen, singen, vertraut sein, aber auch trauern, Ruhe finden, miteinander und  füreinander da sein, gehören dazu.

Wollen Sie dabei sein, sprechen Sie uns an.

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